Eine Süßspeise mit arabischen Wurzeln
Die Cassata entstand in Sizilien während der arabischen Herrschaft im 10. Jahrhundert. Es waren die Araber, die Zucker, Zitrusfrüchte, Mandeln und Rezepte für süße Desserts in die lokale Küche brachten, aus denen sich nach und nach die Cassata herauskristallisierte. Der Name der Süßspeise leitet sich wahrscheinlich von dem arabischen Wort qas'at ab, das sich auf die runde Form oder Schale bezieht, in der der Kuchen zubereitet wurde.
Was ist Cassata Siciliana?
Auf den ersten Blick sieht die Cassata eher wie ein Kunstwerk als ein Dessert aus. Die traditionelle Version besteht aus mehreren Schichten:
- Eine Biskuitkruste, die mit einer süßen Füllung durchsetzt ist.
- Schafsmilch-Ricotta, vermischt mit Zucker und oft kandierten Früchten oder Schokolade
- Einer Marzipanumhüllung, in der Regel hellgrün
- Glasur aus Zuckerguss
- Bunte Verzierungen aus kandierten Früchten, oft in Form von Kirschen und Orangenschalen
Das Ergebnis ist ein atemberaubend buntes Mosaik aus Aromen und Texturen, das auf der Zunge zergeht.
Ein Fest für die Augen und die Geschmacksnerven
Die Cassata wird traditionell zu Ostern oder zu festlichen Anlässen zubereitet, nicht nur in Palermo, wo sie ihren Ursprung hat, sondern in ganz Sizilien. Jeder Konditor hat sein eigenes Rezept - manche fügen Schokolade hinzu, andere Orangenlikör oder Pistazien. Moderne Versionen sind Cassata mit Eis oder Mini-Cassatinas, Einzelportionen, die sich für eine Konditorei eignen.
Wenn Sie Palermo besuchen, sollten Sie die Cassata in einer der historischen Konditoreien wie der Antica Pasticceria Spinnato oder der Pasticceria Cappello probieren. Sie werden ein unvergessliches Erlebnis haben!