Ein Pilgerweg, der das Geheimnis des Rosenkranzes erzählt
Der Weg beginnt gleich außerhalb von Varese und führt über 2 Kilometer auf eine Höhe von etwa 800 Metern.
Unterwegs kommt man an vierzehn Kapellen vorbei , von denen jede eines der Geheimnisse des Rosenkranzes erzählt.
Sie wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Reaktion auf das geistige Klima der Gegenreformation errichtet - zu dieser Zeit entstanden in der Lombardei und im Piemont mehrere ähnliche "Heilige Berge", die heute alle unter dem Schutz der UNESCO stehen.
Jede Kapelle ist ein kleines Kunstwerk - im Inneren finden Sie lebensgroße Statuen, Fresken, Gemälde, Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria und Christi. Der Bau wurde von bedeutenden Architekten und Bildhauern der damaligen Zeit überwacht, darunter Giuseppe Bernascone und Francesco Silva.
Oben: Wallfahrtskirche von Santa Maria del Monte
Die Reise endet mit der Wallfahrtskirche Santa Maria del Monte, deren Ursprünge auf das 4. Jahrhundert zurückgehen.
Der Legende nach errichtete der Heilige Ambrosius hier die erste Kapelle nach seinem Sieg über die Arianer.
Die heutige Kirche ist das Ergebnis späterer Renovierungen - eine barocke Innenausstattung, eine prächtige orgel, Deckengemälde und ein Aussichtspunkt, von dem aus man die Alpen, den Varese-See und die gesamte Poebene überblicken kann.
Eine Atmosphäre, die Sie nirgendwo anders finden werden
Der Sacro Monte ist nicht nur ein Ziel, sondern auch eine Reise. Viele Pilger gehen ihn - langsam, respektvoll, im Rhythmus von Glocken und Vogelgezwitscher.
Im Sommer verwandelt sich der Weg in eine Freiluftgalerie, im Winter ist er von Nebel umgeben, der dem Ort eine mystische Kraft verleiht.
Wenn Sie nicht in die Pedale treten wollen, können Sie auch die historische Seilbahn benutzen, die Sie von Varese zum Heiligtum bringt.
Praktische Informationen
-
Erreichbarkeit: vom Zentrum von Varese mit dem Auto (ca. 15 Minuten) oder mit dem Bus bis zum Ort Prima Cappella.
-
Länge der Strecke: ca. 2 km, 300 m Aufstieg, auch für weniger konditionsstarke Wanderer geeignet.
-
Besuchszeit: idealerweise am Morgen oder vor Sonnenuntergang, wenn sich das Licht über dem See bricht.
-
Eintritt: kostenlos, nur für das Museum der Wallfahrtskirche wird ein symbolischer Betrag erhoben.
-
Tipp: Trinken Sie oben im Café des Heiligtums einen Espresso und genießen Sie die Aussicht - es ist einer dieser unvergesslichen Orte.